Bildnachweis: https://plan-g.at/madonna

Die Stopp-TB-Initiative der Weltgesundheitsorganisation macht seit 2018 zum Welt-Tuberkulosetag am 24. März mit der Aktion „Light up the World for TB“, der roten Beleuchtung prominenter Bauwerke, auf die Tuberkulose (TB) aufmerksam. plan:g, seit 2013 Teil von Stop-TB, beteiligt sich alljährlich an der Aktion. In Vorarlberg leuchtet heuer jedoch kein Gebäude in Rot, sondern eine Kuh.

Denn TB (früher auch TBC) ist eine Zoonose. Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die zwischen dem Menschen und anderen Wirbeltieren übertragen werden können. Auch COVID-19 ist eine Zoonose. Zoonosen können jedoch nicht nur durch Viren übertragen werden: So ist der Haupterreger der TB ein Bakterium, das Mycobacterium tuberculosis. Tollwut, Pest oder Lepra sind andere bekannte bakterielle Zoonosen.
TB ist die für den Menschen mit Abstand tödlichste bakterielle Infektionskrankheit. Nach Angaben des Welt-TB-Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkrankten 2019 etwa 10 Millionen Menschen an TB.  Knapp eineinhalb Millionen Menschen starben.

Weltweit ist TB vor allem für sehr arme, entkräftete Menschen eine Bedrohung. An TB erkranken Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Deshalb sind Patient*innen mit HIV/AIDS besonders betroffen. In Österreich haben ältere Menschen ein höheres Risiko, an TB zu versterben.

Planetare Gesundheit im Anthropozän

Das Anthropozän bezeichnet eine völlig neue geochronologische Epoche – so wie Jura, Kreide, Tertiär und Quartär. Im Anthropozän sind wir Menschen zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse unserer Erde geworden: Wir sind eine Naturgewalt – die in rasender Geschwindigkeit allergrößte Schäden anrichtet. Eine Folge sind Krankheiten.

TB betrifft die Schwächsten und damit nicht nur das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt, sondern Fragen des sozialen Miteinanders. Auf die Verbindung der Umwelt- und der sozialen Frage mit einer erneuerten christlichen Anthropologie machte Papst Franziskus schon 2015 in seiner Umweltenzyklika Laudato si‘ aufmerksam. Papst Franziskus erweiterte damit die katholische Soziallehre um eine ökologische Dimension.

Darum zeigt plan:g das Bild der Kuh und macht auf das Konzept der planetaren Gesundheit aufmerksam. Ziel des Ansatzes ist die bestmögliche Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Dabei gehören die lokale, die nationale und die globale Ebene zusammengedacht. Das ist eine Idee, die auch Papst Franziskus in seiner päpstlichen Enzyklika Laudato si' („Gelobt seist Du“, die „Umweltenzyklika“ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015) stark gemacht hat. Die Gesundheitswissenschaften und der Papst betonen, wie eng alle Wesen auf unserem Planeten miteinander verbunden sind – eine Schöpfung, die sich im Anthropozän in nie dagewesener Geschwindigkeit entleert.

Perspektiven wechseln: mehr Geschlechtergerechtigkeit macht gesünder

Wieso haben wir den Planeten, auf dem wir wohnen dürfen, so krank gemacht? Was hat der Mensch für eine Beziehung zur Umwelt? Wieso ist diese Beziehung derartig aus dem Gleichgewicht geraten?

Wesentlich dürfte die Beziehung des Menschen zu sich selbst sein. So hat der Papst bei ökologischen Themen weit vorgedacht. Sehr viel schwerer tut sich das Lehramt jedoch damit, Machtbeziehungen in der Kirche, zwischen Menschen wahrzunehmen und zu verändern. Das betrifft vor allem Fragen der Geschlechterbeziehungen. Viele meinen: Bei moraltheologischen Positionen zur Sexualität verweigert sich das kirchliche Lehramt wissenschaftlicher Erkenntnis.

Die jahrhundertelange – auch durch kirchliche Positionen legitimierte – Diskriminierung von Frauen hat Konsequenzen. So weist Österreich EU-weit einen der größten Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auf (Gender Pay Gap Österreich: 20,4 %, EU-Durschnitt: 15 %). Schon das zeigt: Selbst in den entwickelten Staaten dieser Erde ist das Thema Geschlechtergerechtigkeit von zentraler Bedeutung. Geschlechtergerechtigkeit ist wichtig für unsere Gesellschaft und unsere Kirche – und weil es um Gerechtigkeit geht, sehr wichtig für die menschliche Gesundheit.

Ein häufiges Gegenargument ist, dass Frauen zumindest in Österreich eine höhere Lebenserwartung als Männer haben. Das ist richtig. Jedoch ist nicht jede gesundheitliche Ungleichheit ungerecht. Das Menschenrecht auf bestmögliche Gesundheit wird dann verletzt, wenn gesundheitliche Ungleichheit durch ungerechte Zugänge oder eine ungerechte Verteilung entstehen. Der Gender Pay Gap zeigt eindrücklich, wie stark Frauen davon selbst in Österreich betroffen sind. Faktoren wie z. B. Einkommen und Bildung haben auch unabhängig von Gesundheitsfragen eine Bedeutung für die soziale Gerechtigkeit insgesamt.

Darum ist die Geschlechterforschung über die Gesundheitswissenschaft hinaus von enormer Bedeutung: Sie erforscht das Verhältnis der Geschlechter zueinander, unterschiedliche Geschlechterrollen oder die soziokulturelle Geschlechterordnung. Eine solche Forschung kollidiert mit dem Bild patriarchaler Machtstruktur, in der die Kinder ihrer Mama folgen, diese ihrem Mann, dieser der Obrigkeit – einem System, das Kirche mitbegründet und in dem sie sich gut eingerichtet hatte. Dieses System wankt, findet innerhalb und außerhalb der Kirche jedoch auch erbitterte Verteidigung. Es geht um Identitäts- und Machtfragen.

Gender-Ideologie?

Um die Diskussion um die vermeintliche „Gender-Ideologie“ zu versachlichen, hat plan:g einen Aufsatz des Wiener Ethik-Theologen Prof. Dr. Marschütz aufgelegt, der dazu anregt, kirchliche Perspektiven zu überdenken und eine neue Sicht auf die Geschlechtlichkeit und die sozialen Beziehungen des Menschen einzunehmen.

Der ideologiekritische Ansatz von Prof. Dr. Marschütz analysiert schwarz-weiße Zerrbilder einer komplexen Wirklichkeit. Diese gilt es zu verstehen, um sie gestalten zu können. In einer sich verändernden Welt ist die Abkehr vom Gewohnten nötig. Das ist möglich: In der Fastenzeit zwingen die vor den Altären aufgespannten Fastentücher viele Kirchenbesucher*innen zu einem „Fasten der Augen“. Die gewohnte Perspektive fehlt. Wir nehmen Neues wahr, auch die Orgel spielt nicht mehr so wie sonst. plan:g hofft, dass der kleine Text von Prof. Dr. Marschütz so wirken kann.

Madonna

Um auf notwendige Perspektivenwechsel aufmerksam zu machen, zeigt plan:g zum Welt- TB-Tag das Bild der Kuh. Thema ist die planetare Gesundheit, die durch eine „falsche Anthropologie“ (Papst Franziskus) zerstört worden ist. Vielleicht lässt sie sich durch ein anderes Verhältnis von Mensch zur Natur und von Mensch zu Mensch wenigstens ein stückweit wiederherstellen – dazu gehört das Wahrnehmen der in Gottes Schöpfung angelegten biologischen und sexuellen Vielfalt tierischer und menschlicher Sexualität.

Darum illustriert plan:g den Titel der Marschütz-Broschüre mit dem Bild der Schwarzen Madonna von Częstochowa mit dem Regenbogen-Nimbus, der „Regenbogen-Madonna“. 

Auch dieses Bild ist ein Angebot zum Wechseln von Perspektiven. Ein Bild mit Geschichte: Im zentralpolnischen Płock war 2019 ein Ostergrab mit der Überschrift „Behüte uns vor dem Feuer des Unglaubens" errichtet worden. Gebetet wurde gegen Gier und Verrat, aber auch gegen Homo-, Bi- und Transsexualität und „Gender“. Daraufhin hatte Elżbieta Podleśna gemeinsam mit zwei anderen Aktivistinnen Bilder der Schwarzen Madonna mit Regenbogen-Nimbus verteilt. Die katholische Kirche Polens und die nationalkonservative Regierung hatten das als „Schändung des heiligen Gnadenbildes“ verurteilt; Innenminister Joachim Brudzinski sah eine „kulturelle Barbarei“.

Mit starken Worten, Diffamierungen und Verfolgung werden sich jedoch weder die Diskussionen um die (auch auf Christus zurückzuführenden) Menschenrechte noch die wissenschaftliche Erkenntnis über das soziale und (im christlichen Glauben gottgewollte und gottgeliebte) biologische Sein des Menschen vermeiden lassen: auch nicht durch die „Antwort auf einen Zweifel“ (Responsum ad dubium), ein vorläufiges Machtwort der Glaubenskongregation, das am Leben vorbei geht und die überfällige Diskussion um das auch sexuelle Wesen des Menschen nicht wird beenden können.

Danke für Ihre Nachfragen – plan:g geht weiter neue Wege

An der inhaltlichen Ausrichtung und der plan:g-Strategie hat sich mit dem Ausscheiden Pfr. Edwin Matts aus dem plan:g-Stiftungskuratorium nichts geändert. Pfr. Edwin wollte Raum für noch mehr Fachlichkeit und mehr Leitung durch Frauen ermöglichen. Dem sind wir weiterhin verpflichtet. 

Die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit in der Diözese Feldkirch ist insgesamt in einem Um- und Aufbruch. Die Veränderungen bei plan:g sind in diesem Zusammenhang zu sehen, der Weiterentwicklungsprozess wird uns sicher noch im ganzen Jahr 2021 begleiten. Aber mit Ihrer Hilfe findet unsere Arbeit zu immer besseren Formen. Dafür danken wir herzlich. 

Was Sie tun können: Bitte verteilen Sie die plan:g-Broschüre zum Antigenderismus.

In vielen Kirchen und Ordinationen hängen fünfmal im Jahr die plan:g-Poster und laden zum Nachdenken über Gesundheit in der Einen Welt ein. Heute bitten wir Sie, die plan:g Broschüre zum Antigenderismus auszulegen. Wenn Sie nachbestellen möchten oder Zugang zu einem öffentlichen Ort haben, wo das Heftchen Beachtung finden könnte, sprechen Sie uns bitte an.

Mit Ihrer Hilfe hat plan:g viel erreicht. Bleiben Sie uns gewogen: Lassen Sie uns Kirche entwickeln und Gesundheit ansteckend machen.

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بريغنتز، 30.12.2020. في 31.12.2020 سوف يترك القس(مج) إدوين مَت مجلس امانة plan:g- شراكة من اجل صحة عالمية. منذ عام 2011 كان القس مَت منخرط بالعمل لِ "الصحة في عالم واحد". بقلق- ولكن ايضاً بفرح على الذي قد أُنجز وبقدر من الامل- ينظر القس مَت على عمل الكنيسة الكاثوليكية العالمي بقطاع الصحة.

 ان الذي يقلق القس مَت ليس بالحقيقة وباء الكوفيد بحد ذاته بل هيَ طريقة تعامل الكنيسة والمجتمع معه. في النّمسا وايظاً في دول الشراكة للتعاون التنموي ادّى كوفيد-19 الى تنمية العنصرية والتهميش الاجتماعي: "في بداية هذا العام كان الآسيويّون هم اكثر فئة يمسّها الامر. و الآن تتعرّض الأشخاص القادمة من الدول الجنوبية المجاورة للإشهار- دائماً نريد ان نبحث عن كبش فداء ومذنبين ونحن مرتاحون على تقمّص دور الضحيّة السّلبي."

 يخاطب القس مَت، بالاشارة الى رئيس الاساقفة كارلو ماريّا فيغانو او الكاردينال غيرهارد لودفغ مولّر وبنقد ذاتي، يخاطب دور الكنيسة بهذا الشّأن: "كما هو الحال عند جزء من المجتمع ككلّ يصعب على جزء من الكنيسة استيعاب الدلائل العلميّة واستخلاص الاستنتاجات منها." لذا يُلفت القس مَت النّظر على معلومات ضروريّة عن كوفيد-19 وامراض معدية اخرى كالملاريا او نقض الجندر(الهويّة الجنسيّة) وضيق الأفق بفهم التّبشير: "أن يكون الانسان معتدل عندما يتحدث عن هذه الامور، لا يعني وضع المنطق و اللّامنطق متساويين بجانب بعضهما البعض." انّه من الضرورة خوض الحوار بشجاعة من اجل التغيير. حوار لا يخشى التعقيدات بل يفسّرها بشكل موضوعي صحيح.

يقول القس مَت: "اننا نرى في وجوه كثير من الاشخاص وايضاً عن طريقة تصرّف البعض، ما معنى ان يكون الانسان منبوذ او ان يْصنع منه منبوذاً. لتبقى "الشّراكة من اجل صحة عالمية" في تقدّم دائم علينا ان نتصرّف بحزم وعنفوان انطلاقاً من الرسالة الاساسية ليسوع.

بعد ما يقارب عن العشر سنوات من العمل لِ plan:g وبخلفيّة هذا الوباء حان الوقت لِ plan:g وله شخصيّا لبداية جديدة: "الآن وفي خضمّ وباء الكورونا اريد بانسحابي من مجلس الامناء ان افسح الطريق امام المزيد من الخبرة والمِهَنيّة. ان الرحمة ليست عمل خيري بل هي تعني التفهّم التّام للفقر والمرض، هكذا نستطيع التّغلب على المسبِّبات. ان هدفنا ليس صداقة الفقراء والمريضين فقط، بل نريد تغيير الكنيسة والعالم لنفسح المجال لتطوّرات اخرى.

ادوين مَت يرى ان التّوجّه الصّارم لصالح حقوق الانسان بِ plan:g هو الانجاز المركزي للاعوام الماضية. plan:g حوّل العمل الخيري ليصبح تضامن. لذا علينا ان نستمرّ العمل بمزيد من المهنيّة. "ان اردنا ان تكون الكنيسة معافية فعلينا ان نطبّق الطريق المَجمعي بجدّية، علينا العمل بجدّية لنشوء دور جديد للكهنوت، يجب علينا ان نتعاطى بانفتاح مع الدلائل العلمية ومشاكل العالم، ان صحة النباتات والحيوانات والانسان في هذا العالم مرتبطين مع بعضهم البعض والخلْق معرّض للخطر."

لذلك يطلب القس مَت بحرارة من المؤيّدين لِ plan:g ومن كافّة المؤسّسات الصديقة في الداخل والخارج ومن الفاعلين في الكنيسة، ان يواصلوا بدعمهم لِ plan:g بروح ناقدة-بنّائة وبالتالي سخيّة.

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Bregenz, 30/12/2020. On 31/01/2021, Matthias Wittrock leaves the executive management of plan:g - Partnership for Global Health, and leaves plan:g. Matthias Wittrock has been dedicated to health in a unified world at plan:g since 2013.

Priest Edwin Matt, who is also resigning from the chair of the board of trustees, expresses his thanks and recognition for the successful human rights orientation and the work done during the last seven years: “Today, plan:g has excellent regulation. Child protection is just one example of this. Thanks to excellently documented processes and a cleverly designed IT infrastructure, plan:g is highly efficient. Even the switch from pure donation financing to co-financing through institutional donor organisations is on the right path.”

Just as Priest Matt, Matthias Wittrock desires courage for a clear positioning of the churches: “Religious communities bear responsibility for well-being and healing. This is also the mission of plan:g as a catholic institution in the health sector of developmental cooperation. All people – even those pushed to the edge of society – must have decent, dignified access to health care services of the best possible quality. This includes rights to health care facilitation, preventative care, diagnostics and treatment equally. These rights are not realized through charity, but only in the interactions of individual behaviours and collective societal change.

The fact that the mechanisms of wide-spread denial of reality and scepticism regarding large-scale vaccination projects have now been well researched fills Matthias Wittrock with hope. Space for change has therefore opened up in the midst of the COVID crisis. Because the pandemic has led to the political, economic, social and spiritual relationships between individuals and their societies being rethought. Confidence, Constraints, Complacency, Calculation and Collective responsibility determine willingness to be vaccinated (https://doi.org/10.1371/journal.pone.0208601).

In December, the departing managing director noted that these factors are also apply to handling unintentional negative effects in cooperative development – para-religious understanding of natural medicine leading to adverse effects or the instrumental-rational denial of sexual abuse in (not only church) structures, (not only) in the developmental cooperation: important health topics of the recent and surely future decennia that are centrally important to the church. Therefore, the 5-C impact model is important for the advocacy work of plan:g.

Matthias Wittrock thinks that bringing together worldly theological thought and the expertise of the medical, health and care occupations even more is necessary, so that the church can fulfil its societal responsibility for well-being and healing. With his personal reorientation, Matthias Wittrock wishes to pave the way for a future female managing director of plan:g, and for a consistent pursuit of synodal paths.

Therefore, Matthias Wittrock heartily requests that the supporters of plan:g, the amicable facilities at home and abroad, as well as church actors, to continue to generously support plan:g in a constructive and critical manner.

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بريغنز، 30.12.2020. في 31.01.2021 سوف يسلّم ماتيّاس فِتروك ترأس ادارة plan:g- شراكة من اجل صحة عالمية، منهياً عمله لِ plan:g. منذ عام 2013 كان ماتيّاس فِتروك منخرط بالعمل مع plan:g لاجل الصحة في عالم واحد.

القس(مج) ادوين مَت رئيس مجلس الامناء المتنحّي ايظاً، يعرب عن شكره وتقديره لنجاح التوجّه من اجل حقوق الانسان واعمال السبع سنين الماضية: "حالياً يعمل plan:g بقدر كبير من التنظيم الجيّد. حماية الاطفال هي فقط مثال عن ذالك. بسبب التدوين الممتاز للاجرائات ووجود تكنولوجيا معلومات ذكية التصميم فان plan:g يعمل بشكل فعّال. ايضاً التحوّل من التمويل الاحادي عن طريق التبرّعات الى تمويل متعدّد من خلال منظّمات مؤسّساتيّة فهو على الطريق الصحيح"

كما هو الحال عند القس مَت، يتمنّى ماتيّاس فِتروك من الكنيسة ان تكون شجاعة باتّخاذ المواقف الواضحة: "الطّوائف الدينيّة تملك مسؤليّة الخلاص والمعافاة. فهذه ايظاً هي رسالة plan:g كمؤسّسة كاثوليكيّة تعمل في قطاع الصحّة للتعاون التنموي. جميع الناس يحتاجون للحصول على احسن الخدمات الصحية الممكنة بمن فيهم المهمّشون، لهم الحق بالعناية الصحية الكاملة مثل التشخيص والوقاية والعلاج على حدّ سواء. ان هذه الحقوق لا تتحقّق عن طريق الهبات، بل من خلال التفاعل بين تغيير السّلوك الفردي والجماعي و تحوّل المجتمع.

ان آليّات تنكّر الحقيقة والتشكيك في مشاريع التلقيح الكبيرة اصبحت معروفة، لذالك يبقى ماتيّاس فِتروك ممتليء بالامل. حتّى في خضمّ ازمة الكوفيد اصبح للتغيير اكثر قابليّة للتشكيل. ان هذا الوباء يفسح لنا المجال لاعادة النّظر بالعلاقات السياسية والاقتصادية والاجتماعية والروحية بين الافراد ومجتمعاتهم. , Constrains, Complacency, calculation, Collectiveresponsibility , Confidence (ثقة، قيود، الاعجاب بالنفس، الحساب، والمسؤلية الجماعية) هذه العوامل هي اللتي تحدّد مدى الاستعداد للتلقيح. ((https://doi.org/10.1371/journal.pone.0208601).

في كانون الاول اشار رئيس الادارة المتنحّي، انً هذه العوامل تمسّ التعامل مع النتائج السلبية الغير متعمّدة بالتعاون التنموي - مثل استيعاب العلاج الطبيعي من منطلق التديّن الزّائف اللذي له اعراض جانبية كثيرة او الانكار الهادف للايذاء الجنسي (ليس فقط بالكنيسة) وليس فقط في البنية الكنسيّة بالتعاون التنموي حيث حظي موضوع الصحة على دور مركزي في العقد الماضي و بالتاكيد ايضاً في العقد القادم. لذالك فان نموذج التاثير 5-C-Wirkmodell مهم للعمل الحقوقي في .plan:g

يرى ماتيّاس فِتروك ان التحالف بين الفكر الديني المنفتح امام العالم ومهنيّة حِرف المعافاة والصحة والرّعاية امر ضروري، كي تستطيع الكنيسة ان تمارس مسؤليّاتها الاجتماعية. في توجّهه الشخصي الجديد يريد ماتيّاس فِتروك ان يفسح المجال امام تعيين ادارة انثويّة لِ plan:g وامام الخطيّ علي الطريق المجمعي باكثر اصرار.

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Bregenz, 30/12/2020. On 31/12/2020, Priest Edwin Matt leaves the board of trustees of plan:g – the Partnership for Global Health. Priest Matt has been dedicated to promoting health in a unified world since 2011. With concern – but also with joy about what has been achieved and with some hope – Priest Matt has a view of the global work of the Catholic Church in the health sector.

The way society and church deal with it, causes Priest Matt even more concern than the current COVID-19 pandemic itself . Both in Austria and in the partner countries with which there is development cooperation, the Corona crisis has fostered racism and social exclusion.  “In the spring people from Asia were particularly affected in Austria. Now people from our southern neighbouring countries are being defamed, there is always a search for the guilty and scapegoats. And we ourselves like to slip into a comfortable, passive victim's role.”

Self-critical, with reference to Archbishop Carlo Maria Viganò or Gerhard Ludwig Cardinal Müller, Matt addresses the role of the church within this context:  “Just as for parts of society as a whole, it is also difficult for parts of our church to collect scientific evidence and draw conclusions from it.” In this, Priest Matt references necessary information on COVID-19, other infectious diseases such as malaria, the so-called “Gender criticism” and juxtapositions in the understanding of the mission“Equilibrium in such debates does not mean letting sense and nonsense having equal value.” What we need much more are debates with the courage to change. Debates with no fear of complexity, which shed light with specialist expertise. 

Priest Matt says:  “Being leprous” or “being made a leper” is apparent even today in many faces and behaviours. The continuing development into a “Partnership for Global Health” requires our decisive advocacy and espousal of the main message of Jesus.”

After nearly 10 years of dedication to plan:g and against the backdrop of the pandemic, it is time for a new beginning, both for him personally and for plan:g. “Now, in the midst of the Corona pandemic, I would like to pave the way for an even stronger specialist expertise with my departure from the board of trustees. Because mercy is not charitableness, but the consistent understanding of poverty and illness, to overcome their causes. It's not just about amity with the poor and ill, but about a change in the church and the world, that opens up space for further development.”

Edwin Matt sees the consistent human rights orientation of plan:g as the central success of recent years. plan:g has changed charity into solidarity. However, we must continue to work with even more specialist expertise. “If we as a church wish to be a healing entity, we must take the synodal path seriously, take seriously a new role of the clergy, take seriously scientific evidence as well as the problems in the world, the health of plants, animals and human beings, which are so closely interlinked – Creation being so endangered.”

Therefore, Priest Matt heartily requests that the supporters of plan:g, the amicable facilities at home and abroad, as well as church actors, to continue to generously support plan:g in a constructive and critical manner.