In Afrika können Geburtskomplikationen aussätzig machen. Eine Operation hilft sofort. Gesellschaftsveränderung hilft nachhaltig.

Wie wahren wir die Würde der Menschwerdung?

Mit Mutterschutz.

Ausgangslage

Rektovaginale Fisteln entstehen bei schwierigen, schmerzhaften und extrem langen Geburtsvorgängen. Ursache dafür kann eine kindliche Schwangerschaft oder auch eine vorausgegangene vaginale Verstümmelung sein. Während der Geburt wird der Kopf des Babys beständig gegen den Geburtskanal der Mutter gedrückt – über einen so langen Zeitraum, dass das Kind stirbt. Im Körper der Mutter reißt das Gewebe zwischen Enddarm und Vagina. Als Folge kann die Frau nach der Geburt ihren Urin nicht mehr halten. Auch ihr Stuhl kann beständig und unkontrolliert über die Vagina abgehen. Es kommt zu Schleimhautentzündungen. Und zur Isolation, denn Frauen, die an rektovaginalen Fisteln leiden, werden aufgrund des Gestanks als Aussätzige behandelt.

Aussatz überwinden

Stigmatisierung betrifft nicht nur Menschen mit Lepra. Wahrscheinlich leben weltweit etwa eine bis drei Millionen Frauen mit Vaginalfisteln, sehr viele davon in Afrika. Bei Lepra helfen Medikamente. Bei Vaginalfisteln hilft eine schon im Jahr 1840 erprobte Operationstechnik. Allerdings haben leprabetroffene Menschen deutlich höhere Behandlungschancen als Frauen, die an Vaginalfisteln leiden. Denn die Operationsmethode ist in Afrika relativ unbekannt. Außerdem haben die ausgegrenzten Frauen kaum Zugang zu Spitälern.

Das Ziel

Die Operation hilft der einzelnen Frau. Aber Vaginalfisteln sind wie auch Lepra eine Armutskrankheit: Diese können wir nur überwinden, wenn wir Gesundheitssysteme insgesamt stärken.

Nachhaltigkeit

Darum finanzieren wir nicht nur Operationen, die von unserem Projektpartner, den Medical Missionaries of Mary, in Uganda durchgeführt werden. Wir nutzen die OPs als Schulungsmaßnahmen. Dabei geht es auch um Vorsorge. Zudem bringen wir unsere Erfahrung im Umgang mit Leprastigmatisierungen ein: Wir helfen, die Isolation der Patientinnen zu überwinden. Das schafft mehr gesellschaftliche Akzeptanz für vernachlässigte Krankheiten.
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