Klischees machen krank.
Was macht eine Leprakranke im Wind? Was macht eine Leprakranke im Bett?
- Atmen – Heilen
Klischees sind in unserer Arbeit allgegenwärtig. Doch was machen sie mit denen, die von Krankheiten wie Lepra betroffen sind? Sie führen zu Scham, mehr Ausgrenzung und demnach schlechteren Krank-heitsverläufen.
Beinahe jeder Mensch hat schon einmal einen schlechten Witz über Lepra gehört, doch die wenigsten wissen, wie diese Krankheit funktioniert, wodurch sie ausgelöst wird und dass sie, wenn früh entdeckt, ohne jeglichen Schaden heilbar ist.
Lepra betrifft uns in Österreich nicht unmittelbar. Wir können gut wegschauen, sind nicht gezwungen uns damit zu befassen. Lepra zählt zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten. Diese Krankheiten be-treffen vor allem sehr arme Menschen, weshalb sie oft in Gesundheitsforschung und Prioritätensetzung vernachlässigt werden. In einer fairen Welt müsste kein Mensch mehr an Lepra erkranken. Die Behand-lung, welche aus unterschiedlichen Medikamenten besteht, ist seit Jahrzehnten verfügbar. Wieso ist diese Krankheit dann immer noch nicht ausgerottet?
Eine große Rolle spielen die oben genannten Klischees. Nicht nur der Krankheit gegenüber, sondern ge-nerell gegenüber Menschen in unseren Partnerländern, gegenüber „den Armen“. Wenn sich Menschen zurückziehen, ausgestoßen werden, kann Gesundheit nicht gewährleistet werden.
Wir wollen in unserer Arbeit dazu beitragen, diese Klischees aufzubrechen. Gemeinsam mit unseren Partner*innen in Kenia, Uganda, Malawi und Palästina arbeiten wir daran, Gesundheitssysteme zu stärken und Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Gesundheit in der Einen Welt uns alle angeht. Kein Mensch ist aussätzig, kein Mensch soll sich für eine Erkrankung schämen. Gesundheit ist ein Menschenrecht und muss für alle Weltbewohner*innen gleichermaßen gewährleistet werden.
Unterstützen Sie uns in unserer Arbeit. Helfen Sie uns, Menschen von Klischees zu befreien.

-> Symbolbild – KI-generiert