Wie können wir Ausgrenzung und Stigmatisierung überwinden?

Am 30. Jänner findet der Weltlepra-Tag statt. Lepra zählt laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den 20 vernachlässigten Tropenkrankheiten. Sie ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die Nerven und Gefäße angreift. Das Ansteckungsrisiko ist vergleichsweise gering und die Infektion mit Antibiotika sehr gut behandelbar. Bei einer frühen Erkennung und Behandlung der Erkrankung können körperliche Folgeschäden meist zur Gänze vermieden werden.

Aufgrund der körperlichen Manifestationen ist Lepra vor allem mit einem verbunden: Stigmatisierung. Die Scham der Betroffenen wurzelt in der immer noch stattfindenden Ausgrenzung der erkrankten Menschen. Dies führt dazu, dass Betroffene ihre Krankheit zu verheimlichen versuchen und erst viel zu spät medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Die COVID-19 Pandemie erschwert den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen noch zusätzlich. Zwar kann Lepra auch noch in einem sehr fortgeschrittenen Stadium geheilt werden, körperliche Beeinträchtigungen und emotionale Narben bleiben jedoch ein Leben lang erhalten. Um Ausgrenzung und Stigmatisierung zu überwinden benötigt es einen gesellschaftlichen Wandel.

Projekt Talking NTDs! (gefördert vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz)

ID: 20210002 · Status: aktiv · Laufzeit: 09/2021 – 02/2023 · Budget: 500.000 €

In dem Projekt setzen wir uns gemeinsam mit unserer Partnerorganisation dafür ein, Menschen im Distrikt Zombo in Uganda, die unter einer vernachlässigten Tropenkrankheit leiden, einen guten Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheits- und Gemeindediensten zu ermöglichen sowie die Inanspruchnahme dieser Dienste zu erhöhen. Das beinhaltet neben der direkten medizinischen Versorgung durch gut ausgebildetes Personal auch ein verstärktes Engagement der Gemeinden in der Vorbeugung von vernachlässigten Tropenkrankheiten und im Umgang mit betroffenen Menschen. Das Projekt richtet sich an die marginalisiertesten Menschen im ländlichen Nordwesten Ugandas, die ihr Menschenrecht auf den höchstmöglichen Gesundheitsstandard nicht verwirklichen können. Ein wichtiger Aspekt in diesem Projekt ist die direkte Arbeit mit betroffenen Personen, um ihnen eine Mitgestaltung der Veränderungen zu ermöglichen. Ein besonderer Fokus wird auf Mädchen und Frauen in Uganda gelegt, da diese aufgrund der traditionellen Rollenverständnisse oftmals mehr unter vernachlässigten Tropenkrankheiten und deren körperlichen sowie gesellschaftlichen Folgen leiden. Außerdem zielt das Projekt auf die (staatlichen) Pflichtenträger, welche letztendlich verantwortlich sind, Gesundheit für alle zu ermöglichen. Sie werden durch anwaltschaftliches Arbeiten und Bildungsarbeit erreicht.

Mit Ihrer Hilfe hat plan:g viel erreicht. Bleiben Sie uns gewogen: Lassen Sie uns Gesundheit ansteckend machen.

Bitte hängen Sie unser Poster sichtbar aus.

In vielen Kirchen und Ordinationen hängen viermal im Jahr die plan:g Poster und laden zum Nachdenken über Gesundheit in der Einen Welt ein. Bitte hängen Sie das Poster sichtbar aus. Wenn Sie Zugang zu einem öffentlichen Ort haben, wo unsere Poster Beachtung finden könnten, sprechen Sie uns bitte an.

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