Den letzten Schritt gemeinsam gehen!

in Zeiten einer Dauerberieselung von negativen Schlagzeilen werden positive Entwicklungen kaum mehr wahrgenommen. Und doch gibt es sie! Eine davon ist die geplante, baldige Eliminierung von mehreren vernachlässigten tropischen Krankheiten. Und bei einigen, bei weitem nicht allen, sehen sich die Verantwortlichen auf dem letzten Schritt zur Beendigung dieser Armutskrankheiten.

Die Behandlung und Prävention ist relativ einfach und kostengünstig, erfordert allerdings eine konstante Durchführung der medizinischen Intervention. In Ländern von Zentral- und Westafrika wurden erstaunliche Fortschritte erzielt, etwa bei der Bekämpfung von Trachoma (eine sehr schmerzhafte Augenkrankheit, die zur Erblindung führt), Elephantiasis (entstellende Anschwellung von bestimmten Körperteilen) und Krankheiten, die durch Würmer hervorgerufen werden und zu Mangelernährung führen. 72 Millionen Menschen wurden durch das WHO Programm alleine im letzten Jahr von diesen Krankheiten therapiert. Ein weiterer positiver Effekt ist die Aufklärung von Betroffenen über die Präventionsmöglichkeiten anderer Krankheiten und ein umfassendes Screening des Gesundheitszustands der dortigen Bevölkerung. Dies schließt, nicht zuletzt, Tuberkulose mit ein. Die Gesundheit des Einzelnen wird durch eine kollektive Anstrengung möglich gemacht, über Grenzen und Krankheiten hinweg.

Dieses globale Programm mit dem Namen ASCEND (Accelerating the Sustainable Control and Elimination of Neglected Tropical Diseases) wurde zum großen Teil durch die Regierung Großbritanniens finanziert. Durch unerwartete Budgetkürzungen fehlten im vergangenen Jahr plötzlich 90 % der benötigten Geldmittel. Kurzfristig sprangen private Stiftungen ein, allerdings ist die weitere Finanzierung des Programms noch nicht geklärt. Die radikalen Kürzungen des Entwicklungsetats wurden mit der Begründung der hohen Kosten der COVID 19 Pandemie erklärt.

Ein weiteres Beispiel wie nationale und globale Gesundheit untrennbar miteinander verbunden sind. Die Strategie zur Beendigung der oben genannten Krankheiten benötigt kontinuierliche Arbeit. Eine Lücke in der vorsorglichen Behandlung könnte die Anstrengungen der letzten Jahre zunichtemachen. Krankheiten, heißen sie nun Tuberkulose, Corona oder HIV/AIDS, können sich nicht individuell bekämpfen lassen, sondern nur durch gestärkte Gesundheitssysteme effektiv unter Kontrolle gebracht werden. Die Stopp-TB-Initiative der Weltgesundheitsorganisation macht seit 2018 zum Welt-Tuberkulosetag am 24. März mit der Aktion „Light up the World for TB“, der roten Beleuchtung prominenter Bauwerke, auf die Tuberkulose (TB) aufmerksam. plan:g, seit 2013 Teil von Stopp-TB, beteiligt sich alljährlich an der Aktion. Es ist möglich diese Welt von solchen schmerzhaften, entstellenden und entwürdigenden Krankheiten zu befreien. Aber um diesen letzten Schritt zu gehen, bedarf es konsequentes Handeln, das über das kurzfristige und beschränkte Schauen auf das Eigene hinausgeht.

plan:g ist seit 2013 Teil der Stopp-TB-Initiative. In unserer Arbeit setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen für eine konsequente, durchdachte und erfolgsorientierte Gesundheitspolitik in der Einen Welt ein. Wir machen aufmerksam auf Missstände, und liefern aber auch unseren Beitrag dazu, dass nicht nur negative Nachrichten das Geschehen dominieren. Unser Projekt „Talking NTDs“ trägt dazu bei, dass in Uganda Menschen auch mit Tuberkulose über eine solide Gesundheitsversorgung zusätzlich soziale und rehabilitative Unterstützung erhalten und so nach Genesung von dieser durchaus heilbaren Erkrankung wieder ihren Platz im Leben finden können.

Machen Sie Gesundheit ansteckend: Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.