TB-Tag

24.03.2018. Bregenz, Genf. Am 24. März 1882 gab Robert Koch die Entdeckung des Tuberkulose-Bakteriums (TB) bekannt. Am 24. März 2018 ruft die Stop-TB-Partnerschaft unter dem Motto „Wanted – Leaders for a TB free World“ dazu auf, mehr politische Verantwortung zu übernehmen. Die Stop-TB-Partnerschaft ist ein Bündnis der Weltgesundheitsorganisation mit zivilgesellschaftlichen Fachorganisationen wie plan:g. 

TB ist eine Menschheitsherausforderung, über die mehr und anders gesprochen werden muss. Alle drei Minuten stirbt ein Mensch an TB. Deshalb schließt sich plan:g den Forderungen der Stopp-TB-Partnerschaft an. „Seit dem letzten Jahr hat sich zu wenig getan“ stellt plan:g Geschäftsführer Matthias Wittrock fest. 

„Die Erforschung von Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zu TB und anderen vernachlässigten Krankheiten wie Lepra hat immer noch nicht genügend Priorität.“ erklärt Daniela Klocker, Leiterin der Programmabteilung bei plan:g. Die Forschungslücken seien erschreckend und beträfen über kurz oder lang alle Menschen, weltweit: „TB ist die weltweit tödlichste Infektionskrankheit. Die zur Verfügung stehenden Medikamente sind veraltet und haben teils dramatische Nebenwirkungen.“ so Klocker. 

Zu den zentralen Forderungen von plan:g zum Welttuberkulosetag gehört ein anderer politischer Diskurs über Gesundheit und Krankheit in der Einen Welt. Das Menschenrecht auf Gesundheit müsse respektiert werden. Dazu sagte Pfr. Edwin Matt, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums: „Österreich darf nicht aus der Solidargemeinschaft der Staaten ausscheren, die das Tabakproblem überwinden wollen – Rauchen ist evident mit einem erhöhten TB-Risiko assoziiert.“ 

Notwendig sei ein anderer Diskurs über Gesundheit und Krankheit in der Einen Welt. Am Beispiel der TB werde das besonders deutlich. So werde das Menschenrecht auf gleichen Zugang zur gleichen Versorgung verletzt, wenn nicht der Wohnort, sondern die Staatsbürgerschaft über die Mitgliedschaft in einer Krankenversicherung entscheiden solle. Statt dem Schüren von Vorurteilen gegen die migrantische Bevölkerung seien Verantwortungsübernahme und eine strukturelle Verbesserung des globalen Gesundheitssystems gefragt. 

Poster zum Welttuberkulosetag

Mehr Informationen

Der gut lesbare und informative Pharmabrief Spezial 2016 gehört zum Besten, was es an allgemeinverständlicher und kritischer Information zur TB in der Einen Welt gibt. Die Broschüre wurde von BUKO und der Deutschen Lepra und Tuberkulosehilfe herausgeben. Damals noch als Aussätzigen-Hilfswerk tätig war plan:g an der wissenschaftlichen Mitarbeit beteiligt. 

Pharma-Brief-Spezial
10 Fragen und 10 Antworten zu TB
Projektkurzbeispiel
plan:g Kommentar
plan:g fordert
Pressefoto Uganda
Pressefoto Rankweil 

plan:g ist eine Stiftung der Diözese Feldkirch und entwickelt seit 1958 internationale Zusammenarbeit. Gegründet als Leprahilfswerk leistet plan:g Beiträge zur Überwindung stigmatisierender Armutskrankheiten in den Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des Gesundheitssektors in der globalisierten Welt. 

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