wir müssen reden.
Über eine in Österreich beinahe vergessene Erkrankung – die Tuberkulose. Einst auch in Europa
weit verbreitet, beschäftigt die Tuberkulose heute hierzulande dank guter Vorbeugung und
Behandlung kaum noch jemanden. Sogar für Fachkräfte im Gesundheitssystem ist es eine Be-
sonderheit, einen Menschen mit Tuberkulose zu behandeln.
Eine andere Realität zeigt sich allerdings im globalen Süden. Hier hält sich die Tuberkulose hart-
näckig. 1,23 Millionen Menschen starben 2024 daran. Eine für uns nicht greifbare Zahl.
Woran liegt das, wenn die Krankheit doch so gut vorbeugbar und behandelbar ist?
Es startet wie so oft beim Wegschauen, Schweigen und Abgeben von Verantwortung. An die
erkrankten Menschen selbst, an die Politik im jeweiligen Land. Doch gerade jetzt, wo sich viele
große Organisationen und Staaten aus der Entwicklungszusammenarbeit zurückziehen, ist es an
der Zeit, wieder Verantwortung füreinander zu übernehmen und das Recht auf Gesundheit für
alle zu gewährleisten.
Seit 2013 ist plan:g Teil der Stopp-TB-Partnerschaft. Diese Initiative der Vereinten Nationen arbe-
itet seit 1998 daran, Tuberkulose weltweit drastisch einzudämmen. Mittlerweile hat die Initiative
über 2000 Partner*innen, wie Regierungen, NGOs, zivilgesellschaftliche Organisationen und
Menschen aus der Forschung. Es wurde schon viel geschafft. Neue Tuberkuloseerkrankungen
wurden mit einfachen Tests und mobilen Röntgengeräten entdeckt, der Rückschritt der Behand-
lungen durch COVID-19 wieder aufgeholt und drastische Preisreduktionen bei Tuberkulose-
medikamenten erzielt.
Das Thema der Initiative für 2026 lautet „Yes! We Can End TB.“ – „Ja, wir können Tuberkulose
beenden.“ Und das können wir auch. Mit genug Aufmerksamkeit und Ressourcen kann diese
Krankheit eingedämmt oder sogar ausgelöscht werden. Die Werkzeuge liegen vor. Was fehlt ist
globale Solidarität und Verantwortungsübernahme.
Um Tuberkulose auch bei uns sichtbar zu machen werden wir von 20. bis 25. März 2026 den
Kirchturm der Pfarre Dornbirn-Rohrbach beleuchten – ein Anstoß zum Reden und zum Handeln.
Unterstützen Sie uns in unserer Arbeit für globale Gesundheit.
Kein Mensch sollte im Jahr 2026 an einer behandelbaren Krankheit sterben – schon gar nicht 1,23
Millionen.
Mit besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

-> Symbolbild – KI-generiert