Lepra verändert sich. Darum verändern wir die Arbeit gegen Lepra. Und sorgen für gute Koordination.

Was ist eine Voraussetzung wirksamer Berührung?

Gute Koordination.

Projekt beendet

Ausgangslage: ständige Veränderung

Jahrzehntelang kümmerten sich nur wenige Missionarinnen und Missionare um die Leprakranken Ostafrikas. Mit dem Aufbau staatlicher Gesundheitssysteme und der Entwicklung wirksamer Medikamente änderte sich das rasant. Der Rückgang der Lepra ist ein großer Erfolg der Anti-Lepra-Organisationen. Er ist aber auch – und das wird oft vergessen – ein grausamer Erfolg anderer Bakterien und Viren: Tuberkulose und HIV töten schneller als das Mycobacterium leprae.

Lepra als vernachlässigte Krankheit

Die Erfahrungen der Leprahilfe haben in den Anfangsjahren den Umgang mit Tuberkulose, später auch mit HIV/Aids beeinflusst. Heute betrachtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Lepra nicht mehr im Zusammenhang mit dem biologisch verwandten Mycobacterium tuberculosis, sondern mit HI-Virus, da HIV-Kranke oft an Tuberkulose sterben. Lepra dagegen ist eine von knapp 20 sogenannten in Forschung und Behandlung besonders „vernachlässigten tropischen Krankheiten“ (NTDs). Dieser Kategorisierung folgt auch das Aussätzigen-Hilfswerk Österreich. Die Lepra-Arbeit darf die begrenzten Kapazitäten der HIV-Programme nicht blockieren. Umgekehrt dürfen NTDs nicht übersehen werden: Sie betreffen fast jeden 7. Menschen.

Kooperation ausbauen

Allerdings hat sich die HIV/AIDS-Pandemie erneut gewandelt. Prävention ist wichtig. Doch mittlerweile ist das HI-Virus behandelbar wie eine chronische Krankheit. Bei der Lepra geht es um Fallfindung, um Heilung, um Überwindung von Stigmatisierung, den Umgang mit Behinderung. Können die Erfahrungen der Lepra-Arbeit noch einmal den Kampf gegen HIV/Aids verbessern?

Neue Berührungspunkte schaffen

In einem Pilotprogramm auf Sansibar werden neue Methoden des Gesundheitsmanagements erarbeitet. Im Zentrum steht die Kooperation staatlicher Stellen mit katholischen Trägerorganisationen. Es geht um die Frage: Wie gehen die Organisationen der Leprahilfe mit den sich rasant ändernden Herausforderungen afrikanischer Gesundheitssysteme um? Wie werden Synergien zwischen Programmen und Akteuren geschaffen und genutzt?
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